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Essays |
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Ministerium für Liebe. Erstdruck in: Am
ERKER Nr. 37, Münster, Juni 1999. |
Am
Erker Nr. 37 (1999)
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| Die meisten Untersuchungen über Orwells Totalitarismus-Klassiker
behandeln fast ausschließlich die politischen und sozialen Aspekte
und klammern die "Love Story" zwischen dem Held Winston und
seiner Geliebten Julia gerne aus, obwohl dieser Stoff ein Drittel des
Buches beansprucht. Es ist nach über fünfzig Jahren "1984", nach dem Ablauf des Datums 1984 und dem Wegfall der ideologischen Zweiteilung der Welt, zu zeigen, dass dieses Buch ohne seine Love Story gar nicht funktionierte. In einer am Stoff orientierten, werkanalytischen Arbeit zeige ich, dass die Verinnerlichung von Politik und Zeitumständen in der Liebesgeschichte überhaupt erst die weitere Handlung ermöglicht, denn die letzte Brechung des Opfers Winston im "Ministerium für Liebe" erfolgt über dessen Liebe zu Julia und kann auch nur so gelingen. Orwell geht darin einen wichtigen Schritt über Arthur Koestler ("Sonnenfinsternis" von 1940) hinaus: Eine wirklich moderne Unterdrückungsmaschinerie muss die Liebesgefühle mit einbeziehen. |
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| Erste Seite des Typoskripts Orwells mit seinen handschriftlichen Korrekturen. Vergrößern durch Anklicken. | Nineteen Eighty-Four, erste Seite des Typoskripts Orwells mit seinen handschriftlichen Korrekturen
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| Schutzumschlag der deutschen Erstausgabe (Diana Verlag, Rastatt 1950). Vergrößern durch Anklicken. Oder auch Download in höherer Auflösung hier (eine jpg-Datei von 2,2 MB). | ![]() |